Ergebnisse der letzte BuFaTaen

Hier eine kurze Zusammenfassung zu den Ergebnissen der Arbeitskreise auf den letzten BuFaTaen. Weitere Details sind auf den Seiten der jeweiligen Tagung zu finden.

Ältere Protokolle und Zusammenfassungen gibt es im Archiv.

SoSe – 2019 Greifswald

IG Farben Reader 3.0: Der Dauer-AK IG Farben hat weitergearbeitet und vor, während, sowie nach der BuFaTa Greifswald den Reader kapitelweise überarbeitet. Auf der nächsten BuFaTa in Münster sollte die dritte Auflage beschlussfertig sein.

Gewerkschaften: Der AK wurde von Lübeck 2018 weitergeführt. Es wurde ein Flyer ausgearbeitet, der über die drei für Chemiker relevantesten Gewerkschaften (IG BCE, VAA, CGBCE) informiert und über die Tücke der CGBCE aufklärt. Ein Testdruck des Flyers ist bis zur nächsten BuFaTa geplant.

Anrechnung/Bologna: Fälle, in denen die Mobilität von Studierenden zwischen Universitäten beim Übergang vom Bachelor zum Master durch unverhältnismäßige Auflagen behindert wird, scheinen sich zu häufen. Dies steht im Konflikt mit den im Bologna-Prozess formulierten Zielen. Der AK hat einen entsprechenden Brief an die Kultusministerkonferenz verfasst.

Elsevier: Der AK wurde von Lübeck 2018 weitergeführt. Bisher gab es keinen sichtbaren Fortschritt im Projekt DEAL, ein Positionsbrief an das Europaparlament sowie ein Informationsgesuch an diverse Universitäten wurden formuliert.

Predatory Journals: Der AK wurde von Lübeck 2018 weitergeführt, der dort erstellte Brief und Flyer inhaltlich überarbeitet. Ein befreundeter Informatiker hat ein Browser-Add-On geschrieben, das beim Betreten von Seiten möglicherweise räuberischer Verlage warnen soll. Der Flyer wird bis zur nächsten BuFaTa designt.

Nachhaltige Chemie: Im Rahmen momentaner politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen wäre es wünschenswert, schon im Grundstudium einen stärkeren Fokus auf Green Chemistry sowie chemische Ethik und Nachhaltigkeit im Allgemeinen zu legen. Eine Umfrage zur momentanen Situation wurde an die nicht anwesenden Fachschaften verschickt, außerdem wurde ein Ideenkatalog für die Umsetzung entworfen.

Klima: In der öffentlichen Klimadiskussion mangelt es an fundierten, wissenschaftlichen Anteilen. Ein Positionspapier wurde ausgearbeitet.

Gute wissenschaftliche Praxis: Der steigende Publikationsdruck in der Wissenschaft bedeutet unter anderem auch eine abnehmende Qualität in den Publikationen. Ein Brief, der die jeweiligen Fachleitungen für die Problematik sensibilisieren soll, wurde aufgesetzt.

VG Wort: Die geplante Änderung wurde aufgeschoben. Eine Stellungnahme zu den momentanen Entwicklungen wurde veröffentlicht, der AK wird 2021 wieder aufgenommen, um rechtzeitig zur Wiedervorlage reagieren zu können.

WiSe – 18/19 Lübeck

Kooperationsverbot und Exzellenz: Die Finanzierung pro Studierender variiert sehr stark von Land zu Land, und auch von Hochschule zu Hochschule. Um eine qualitativ hochwertige Bildung zu erreichen, wären Mittel und Koordination durch den Bund wünschenswert, was aber durch das Kooperationsverbot nicht möglich ist. Das bestehende Werkzeug der Exzellenzcluster ist dazu nicht geeignet, da so nur die ohnehin guten (und gut finanzierten) Standorte weiter gefördert werden, die restlichen Hochschulen werden zunehmend abgehängt. Ein entsprechender Brief an die Bundesregierung wurde aufgesetzt.

Versteckte Studiengebühren: Das Erheben von Studiengebühren ist derzeit illegal. Trotzdem müssen Studierende teils mehrere hundert Euro pro Semester zahlen, etwa für Praktikumspauschalen und Chemikalien, Schutzkleidung, Skripte oder durch den Zwang, Glasbruch nur durch Angebote innerhalb der Hochschule ersetzen zu können. Ein Informationsblatt für Fachschaften zu der Problematik und möglichen Lösungsansätzen wurde aufgesetzt und an die nicht anwesenden Fachschaften versandt.

Gewerkschaften: Der AK geht aus dem AK IG BCE in Essen 2018 hervor. Der Fokus wurde erweitert, jetzt werden Informationen zu den drei für Chemiker relevantesten Gewerkschaften (IG BCE, VAA, CGBCE) gesammelt. Außerdem wurde ein Konzept für eine Infoveranstaltung zu Gewerkschaftsmitgliedschaft im Studium ausgearbeitet. Ein Flyer wurde inhaltlich aufgesetzt und soll auf der nächsten BuFaTa weiter designt werden.

Predatory Journals: Normal müssen Beiträge in wissenschaftlichen Journalen einem Peer-Review unterzogen werden. Dieses fällt bei Predatory Journals weg, sodass jeder, der bereit ist, den entsprechenden Betrag zu zahlen, alles veröffentlichen kann. Das senkt nicht nur die objektive Qualität und kann für ahnungslose Wissenschaftler schwerwiegende Folgen haben, da solche Journals üblicherweise Anträge zum Zurückziehen ablehnen. Zudem kann so die breite Bevölkerung durch seriös wirkende Meinungsmache getäuscht werden. Die Arbeit an einem Infoflyer wird begonnen.

Elsevier: Weiterführung des AKs aus Essen 2018. Nach Möglichkeit sollen Vertreter des Projekts DEAL auf die nächste BuFaTa eingeladen werden, außerdem wollen wir die Problematik mit anderen BuFataen und sonstigen Organisationen koordiniert angehen, es werden kommissarische Vertreter für die Korrespondenz gewählt.

IG Farben Reader 3.0: Der Dauer-AK IG Farben hat weiter gearbeitet und vor, während, sowie nach der BuFaTa Lübeck den Reader kapitelweise überarbeitet. Auf der nächsten BuFaTa in Greifswald sollte die dritte Auflage beschlussfertig sein.

Softwarelizenzen: Für das moderne (Chemie-)Studium sind diverse Programme zur Datenverarbeitung, Darstellung und Simulation nötig. Üblicherweise werden solche Programme über Campus-Lizenzen organisiert und von der Hochschule zur Verfügung gestellt. Steigende Kosten und schwindende Mittel machen es teilweise aber unmöglich, die Lizenzen zu erneuern. Eine Mail an die Fachgruppen mit der Bitte um Informationen zur Situation der jeweiligen Hochschule wurde aufgesetzt.

Akkreditierung: Der studentische Akkreditierungspool ist ein wichtiges Element in der Umsetzung der Bologna-Ziele. Ein Leitfaden zur Entsendung Studentischer Mitglieder in den Akkreditierungspool wurde ausgearbeitet. Dieser wird auf der nächsten BuFaTa in Greifswald eingebracht. Zudem besucht ein Vertreter das Pool-Vernetzungstreffen der studentischen Mitglieder.

SoSe – 2018 Essen

IG Farben Reader 3.0: Es ist ein Copyright und ein Impressum entworfen worden. Der Reader ist an Fachschaften aufgeteilt worden. Die FSRe werden diesen Reader redaktionell überarbeiten und den Vertretern zur nächsten BuFaTa Lübeck mitbringen.

Evaluationsordnung: Evaluationen sind bei allen akkreditierten Studiengängen zur Qualitätssicherung vorgesehen, aber die Umsetzung ist sehr standortabhängig, teilweise sogar unvertretbar, oder eben überhaupt nicht. Es wurde ein Leitfaden entworfen, wie eine Evaluationsordnung eingeführt und verbessert werden kann.

IG BCE: Es wäre schön, wenn sich mehr Studierende früher bewusst machen, in welche Richtung es nach dem Abschluss gehen soll. Dazu gehört auch, sich mit Gewerkschaften zu befassen. Das Sekretariat wurde angewiesen, den Kontakt zur IG BCE herzustellen und Vertreter zur nächsten BuFaTa einzuladen, um eine Strategie zu entwickeln. Weiterhin sollen auch andere Gewerkschaften behandelt werden.

Elsevier: Es wurde ein Brief an die ZaPF geschrieben, in dem wir das Ziel einer Kooperation formulieren. Ein Kommentar zum Thema Elsevier wurde erarbeitet, welcher die aktuelle Lage im Zusammenhang mit Elsevier, beschreibt:

„Wir, die BuFaTaChemie (Bundesfachtagung der Chemie und chemienahen Fächer im deutschsprachigen Raum), verurteilen die aktuelle Preispolitik Elseviers zutiefst und sehen die Qualität der Bildung dadurch stark gefährdet. Wir unterstützen die Projektgruppe „DEAL-Projekt“ der Allianz der deutschen Wissenschaftsverbände. Es ist bedauerlich, dass sich Elsevier einer Einigung auf eine faire Preisgestaltung entzieht. In Anbetracht der Bedeutsamkeit der Wissenschaften für die zukunftsorientierte Gesellschaft ist es nicht zielführend, Veröffentlichungen und Datenbanken ausschließlich finanziellen Eliten zur Verfügung zu stellen.
Wir fordern faire Preise für die Lizenzen Elseviers und vollumfassende Transparenz bei der Ausgestaltung der Lizenzen. Langfristig wünschen wir uns den diskriminierungsfreien Zugang zu allen Plattformen für den wissenschaftlichen Austausch und Diskurs.“ (AK Elsevier, Maximilan Elfert)
Schule-Studium-Übergang: Der Übergang von der Schule zur Uni ist gerade in den Naturwissenschaften oft holpriger als unbedingt nötig. Es wurde ein Fragebogen für Studienstarter entwickelt sowie Recherchen zu Abbruchquoten und -gründen betrieben, darauf aufbauend wurde ein Empfehlungsschreiben aufgesetzt.

WiSe – 17/18 Braunschweig

IG Farben Reader 3.0: Eine Materialsammlung zum Reader wurde angelegt. Derzeit wird nachgeforscht, bei wem die Rechte der zuletzt veröffentlichen Version liegen und was es noch an Material geben könnte, das in unserer Sammlung fehlt.

Brief AK Jamaika: Auch wenn die Sondierungsgespräche gescheitert sind und es keine Jamaika-Koalition geben wird, wurde der Brief an die drei Fraktionen versendet. Vielleicht nutzt ihn jemand als Anregung in neuen Gesprächen zum Thema Bildungspolitik oder im bald schon anstehenden Wahlkampf. Der Brief enthält neben einem Vorschlag zur Abschaffung des Kooperationsverbotes Stellungnahmen zum schwierigen Status des Naturwissenschafts-Bachelors als berufsbefähigendem Abschluss und der Exzellenzinitiative sowie der Hochschulfinanzierung im Allgemeinen.