Die Idee zu einer Arbeit über die Wurzeln der deutschen Chemieindustrie und die Geschichte des I.G. Farben-Konzerns entstand auf dem Abschlussplenum der Bundesfachtagung der Chemiefachschaften im November 1990 in Bielefeld. Äußerer Anlass dafür war die nach der Vereinigung von BRD und DDR aufflammende Diskussion um Besitzansprüche westdeutscher Industrieunternehmen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR. Besonderes Aufsehen erregten dabei die Forderungen der Liquidationsgesellschaft "I.G. Farben in Auflösung".
Da wir der Meinung waren, dass dieses Thema eine eingehendere Beschäftigung verdiene, beschlossen wir, durch Erarbeitung einer Ausstellung und einer begleitenden Broschüre etwas Licht in dieses dunkle Kapitel deutscher Industriegeschichte zu bringen.
So entstanden in mehreren Fachschaften eigenständige Gruppen, die einzelne Epochen dieser Geschichte vertieft bearbeiteten. Die so zunächst unabhängig voneinander entstandenen Kapitel wurden in mehreren Arbeitskreistreffen zu der vorliegenden Broschüre zusammengefasst. Mögliche Uneinheitlichkeiten in der Ausarbeitung ließen sich daher nicht vollständig vermeiden. Wir hoffen aber, dass wir insgesamt eine umfassende und dennoch übersichtliche Darstellung der Geschichte der I.G. Farbenindustrie AG gegeben haben.
Wir bedanken uns bei allen, die uns Informationen und Materialien zur Verfügung gestellt haben, und wir hoffen, dass diese Ausstellung zu einem besseren Verständnis von Geschichte und Gegenwart der Chemie und der chemischen Industrie beitragen kann.
Der Arbeitskreis I.G. Farben der Bundesfachtagung der Chemiefachschaften
Andreas, Detlef, Jürgen, Marc, Peer, Rudi, Winnie
(Fachschaft Chemie Uni Bonn, Fachschaft Chemie TU Braunschweig, Fachschaft Chemie Uni Freiburg, Fachschaft Chemie RWTH Aachen, Fachschaft Chemie Uni Karlsruhe, Fachschaft Chemie Uni Würzburg)