Schon im Ersten Weltkrieg verstand es die I.G., das Arbeitskräftepotential besetzter Länder zu nutzen. 1916 schlug Carl Duisberg der Obersten Heeresleitung vor, "das belgische Arbeitskräftereservoir zu öffnen". "Bis Mitte November 1916 hatten die deutschen Besetzer 40 000 belgische Männer gefangen genommen und in deutsche Fabriken und Bergwerke verschleppt. Jeden Tag kamen 2000 dazu. Suchtrupps machten Razzien in Häusern, Theatern und auf den Märkten. Insgesamt wurden 60 000 Menschen deportiert."[183]
Das Zwangsarbeitsprogramm erwies sich jedoch als unproduktiv. Die verschleppten Belgier weigerten sich trotz Versprechungen und Drohungen zu arbeiten. Die starke Anteilnahme der Weltöffentlichkeit verbot strenge Disziplinierungsmaßnahmen; das Projekt wurde abgebrochen und die Belgier zurück nach Hause gebracht.
Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden von Carl Krauch und Georg von Schnitzler aus den von Joseph Frossard geleiteten Francolor-Fabriken so genannte 'geschlossene Einheiten' geordert, die in den deutschen I.G.-Fabriken regelrechte "Sklavenarbeit" verrichten und später wieder nach Frankreich zurückkehren sollten.[184]
Um den Überfall Hitlers auf die Sowjetunion zu ermöglichen, gingen die Kriegsplaner unter anderem auch daran, eine Steigerung der Produktionskapazität für Buna von den I.G. Farben zu fordern.[185] Das Reichswirtschaftsministerium berief Fritz ter Meer und Otto Ambros sofort zu einer geheimen Konferenz, auf der ihnen mitgeteilt wurde, dass man eine schnellstmögliche Vergrößerung der Bunakapazität wünsche.[186]
Um die vom Ministerium gewünschte Produktion zu ermöglichen, mussten neue Fabriken gebaut werden. Die noch zu errichtenden und die bereits bestehenden Fabriken in Hüls und Schkopau sollten die Produktion der I.G. auf 150.000t jährlich steigern, genug, um den Angriff auf die Sowjetunion zu ermöglichen. Man versicherte den I.G.-Vertretern, dass die deutsche Regierung die Expansion nach besten Kräften unterstützen würde.[187]
Eine schnelle Durchführung der notwendigen Arbeiten war angebracht. In seiner Eigenschaft als Generalbevollmächtigter für Sonderfragen der chemischen Erzeugung befahl Carl Krauch den sofortigen Bau einer der beiden neuen Anlagen, die zusammen mit den schon bestehenden Hochdruckanlagen in Ludwigshafen arbeiten sollte. Den Bau der zweiten Anlage wolle man beginnen, sobald man einen geeigneten Standort gefunden habe. Krauch dachte an Norwegen oder Schlesien.[188]
Krauch schickte Otto Ambros, einen der begabtesten Chemiker der I.G., nach Schlesien, um dort das Terrain zu erkunden. Ambros war 1926 bei der I.G. eingetreten und nach Sumatra geschickt worden, wo er ein Jahr lang die Chemie des Naturkautschuks erforschte. Bis 1935 hatte er sich an die Spitze der Kautschukexperten der I.G. hochgearbeitet. Unter Anleitung Richard Willstätters verfasste er seine Doktorarbeit.[189] "Die formelle Anerkennung seiner Leistungen durch Carl Bosch erhielt Ambros, als dieser ihm den Bau und die Leitung der ersten großen Buna-Anlage in Schkopau übertrug. Ambros wurde der Experte der I.G. für Buna und Giftgas."[190]
Ambros erstellte persönlich eine genaue Bewertung der möglichen schlesischen Standorte und empfahl schließlich einen, der ihm besonders gut geeignet schien. In der Nähe befand sich eine Kohlengrube, und der Zusammenfluss dreier Flüsse garantierte eine ausreichende Wasserversorgung. Die Reichsbahn, die Autobahn und die drei Flüsse boten exzellente Verkehrsverbindungen.[191] Der schlesische Standort bot darüber hinaus einen überwältigenden Vorteil: die SS hatte weitreichende Vergrößerungspläne für ein nahegelegenes Konzentrationslager. "Die Aussicht auf unbegrenzten Nachschub von Zwangsarbeitern war zu verlockend."[192] [193] [194]
Krauch stimmte diesem Standort begeistert zu, da sich in Norwegen die Bevölkerung bereits im Aufruhr gegen die brutalen Methoden der deutschen Besatzer befand. Der Name des polnischen Dorfes, das zum Standpunkt für diese vierte und größte Buna-Anlage der I.G. gewählt wurde, war Oswiecim, zu deutsch Auschwitz.[195]
Aus technischer und wirtschaftlicher Sicht schien es vernünftig, der Buna-Fabrik eine Ölsynthese-Anlage anzugliedern, denn beide Produktionsverfahren beruhen auf der Hochdruckchemie.
Dementsprechend plante man dann auch eine große Hydrieranlage zur Umwandlung von Kohle in Öl mit einer monatlichen Kapazität von 778000t. Die I.G.-Direktoren wählten Ambros zum Leiter der Buna-Anlage und Heinrich Bütefisch zum Leiter der Treibstofffabrik in Auschwitz.[196]
Da der Angriff auf die Sowjetunion unmittelbar bevorstand, beschäftigte sich die I.G. mit den durch die Erschließung des Marktes im Osten vermuteten immensen Gewinnen. Die Ausbeutungsmöglichkeiten in Asien und der Sowjetunion ließen das Projekt in Auschwitz für so chancenreich erscheinen, dass sich die I.G. auf ein ungewöhnliches Risiko einließ. Die Direktoren entschlossen sich, statt einer Subventionierung des Unternehmens durch den Staat, das volle Risiko selbst zu tragen und I.G.Auschwitz als rein privatwirtschaftliches Unternehmen aufzubauen. Fast ohne Gegenstimmen wurde beschlossen, 900 Millionen Reichsmark in dieses Einzelobjekt innerhalb der I.G. zu stecken.[197]
Krauch hatte bereits begonnen, die Arbeitskräftebeschaffung für den Bau von I.G.Auschwitz zu sichern. Er hatte Göring zu einem Brief an Himmler veranlasst. In diesem Schreiben vom 18.Februar 1941 bat Göring, die größtmögliche Zahl von Bauarbeitern aus dem angrenzenden Konzentrationslager für die Buna-Anlage abzustellen. Man benötige zwischen acht- und zwölftausend Aufbau- und Montagearbeiter.[198] Aufgrund dieser Anfrage befahl Himmler dem SS-Inspekteur der Konzentrationslager und dem SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt, sich sofort mit dem Bauleiter der Buna-Fabrik in Verbindung zu setzen und das Vorhaben nach Kräften durch Einsatz von Häftlingen zu unterstützen.[199]
(Arbeitsgruppe der ehemaligen Häftlinge des Konzentrationslagers Auschwitz beim Komitee der Antifaschistischen Widerstandskämpfer in der DDR (Hrsg.): I.G.Farben, Auschwitz, Massenmord; über die Blutschuld der I.G. Farben; Dokumentation zum Auschwitzprozess Berlin, DDR 1964; S. 13.)Kalkulation der SS über den Verleih |
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| Täglicher Verleihlohn durchschnittlich | RM | 6,- |
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| abzügl. Bekl. Amort. RM 0,10 | |||
| abzügl. Ernährung RM 0,60 | RM 0,70 | ||
| durchschnittliche Lebensdauer 9 Mt. = 270 × |
RM 5,30 = | RM | 1431,- |
| Erlös aus rationeller Verwertung der Leichen 1. Zahngold 2. Kleidung 3. Wertsachen 4. Geld |
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| abzüglich Verbrennungskosten | RM 2,- | ||
| durchschnittlicher Nettogewinn | RM | 200,- |
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| Gesamtgewinn nach 9 Monaten |
RM |
1631,- |
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| zuzüglich Erlös aus Knochen und Ascheverwertung |
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Damit keine Missverständnisse über die Vorrangigkeit des I.G.Auschwitz-Projektes entstehen konnten, ernannte Himmler den Chef seines persönlichen Stabs, SS-Gruppenführer Karl Wolf, zum Verbindungsoffizier zwischen SS und I.G..[200] Um Details der Zusammenarbeit zwischen Konzentrationslager und I.G. zu besprechen, trafen sich Wolf und Bütefisch, der neben seiner Eigenschaft als Chemiker auch den Rang eines Obersturmbannführers in der SS innehatte, am 20.März 1941. Sie einigten sich darauf, dass die I.G. der SS durchschnittlich 5,30 RM pro Tag für einen gelernten Arbeiter bezahlen sollte.[201] Bei der Festlegung der Bezahlung, die die SS in ihre eigene Tasche steckte, ging man davon aus, dass ein Gefangener nicht die gleiche Arbeitskraft haben würde wie ein normal ernährter deutscher Arbeiter. Man rechnete mit nicht mehr als einer fünfundsiebzigprozentigen Arbeitsleistung.[202]
Aber nicht nur Häftlinge sollten auf dem Bau arbeiten. Ein ehemaliger Auschwitz-Insasse sagte später aus: "Wir arbeiteten auch für die I.G. Farben, die etwa 40.000 Zivilisten, Polen, Ukrainer, Franzosen usw., 10.000 Lagerhäftlinge und 400 bis 500 englische Kriegsgefangene beschäftigte."[203]
Eine Woche nach den Vorgesprächen fand in Auschwitz eine Konferenz statt, an der der Chefingenieur Dürrfeld, sein Stellvertreter Max Faust und der Lagerkommandant, Obersturmbannführer Rudolf Höß, teilnahmen. Höß versicherte Dürrfeld, dass die I.G. bei der Zuteilung der 'Kapos', die die Arbeiter beaufsichtigen und bestrafen sollten[204], bevorzugt behandelt werden sollte. Diese 'Kapos' würden unter den Berufskriminellen ausgesucht und von anderen Konzentrationslagern nach Auschwitz überstellt werden, schrieb Dürrfeld an seine Vorgesetzten Ambros und Bütefisch.[205]
Bei einer Inspektion des I.G.Auschwitz-Komplexes einige Wochen später gab auch Himmler die Versicherung seiner persönlichen Unterstützung des Projekts. Er garantierte der I.G. die sofortige Bereitstellung von 10.000 Lagerinsassen.[206] Ambros schrieb an ter Meer in der Frankfurter I.G.-Zentrale: "(...) Die Freundschaft mit der SS (wirkt sich) sehr segensreich aus. Anlässlich eines Abendessens, das uns die Leitung des Konzentrationslagers gab, haben wir weiterhin Maßnahmen festgelegt, welche die Einschaltung des wirklich hervorragenden Betriebs des KZ-Lagers zugunsten der Buna-Werke betreffen."[207]

Doch trotz der Unterstützung durch die SS wurde das Unternehmen immer wieder durch Versorgungsengpässe und technische Pannen behindert. Als die Schwierigkeiten sich zu häufen begannen, befürchtete man, dass die Anlagen nicht mehr früh genug fertiggestellt würden, um der deutschen Rüstung von Nutzen zu sein.[208] Die leitenden I.G.-Angestellten vor Ort gaben zunächst der SS die Hauptschuld: da die dauernden Strafmaßnahmen[209] eine demoralisierende Wirkung auf die freien Arbeiter ausübe, habe man darum gebeten, diese Strafmaßnahmen nicht mehr auf der Baustelle, sondern im Lager auszuführen.[210] Einige Monate später suchte man die Schuld an anderen Stellen: besonders die Arbeitsleistung der Polen und Häftlinge ließe sehr zu wünschen übrig. Die Erfahrung habe ja gezeigt, dass man diese Leute nur mit brutaler Gewalt zum Arbeiten bewegen könne.[211]


Die Schwierigkeiten beim Bau der Buna- und Ölsynthese-Anlagen ließen jedoch nicht nach, und die Bauarbeiten lagen schon weit hinter der Planung. Die Häftlingsarbeit stellte sich bald als größtes Problem der I.G. beim Bau der Anlagen heraus. Die Trupps mussten jeden Tag sechs Kilometer durch Hitze oder Kälte marschieren, um vom Hauptlager Auschwitz zur I.G.-Baustelle zu kommen. Der Mangel an Bewachern führte zu Sicherheitsproblemen, so dass die Häftlinge nur bei Tageslicht zur Arbeit geführt werden konnten.[212] "Krankheit, Unterernährung, das Arbeitstempo, sadistische SS-Wächter und Kapos erhöhten noch die Zahl der Ausfälle. Für die I.G.-Angestellten war es ein beunruhigender Anblick, wenn sie den Arbeitsbataillonen zuschauten, die ihre Toten hin- und hertrugen, damit diese morgens und abends beim Appell mitgezählt werden konnten."[213]
Die I.G. Auschwitz schlitterte in eine finanzielle und technische Krise hinein. Angesichts ihrer Investitionen von annähernd einer Milliarde Reichsmark entschlossen sich die I.G.-Direktoren zu einer drastischen Abhilfe. Im Juli 1942 beschlossen sie, ihre Arbeiterbeschaffungsprobleme in Auschwitz durch Einrichtung eines eigenen Konzentrationslagers zu lösen. Die anfänglichen Investitionen wurden auf fünf Millionen Reichsmark geschätzt.[214]
Unter den gegebenen Umständen gab es viele Gründe für ein eigenes Konzentrationslager. Durch den Wegfall der langen Märsche von und zum Hauptlager würde die Arbeitskraft der bereits entkräfteten Häftlinge geschont und die Bewachung vereinfacht werden. Bestrafungen und Disziplinierungen könnten wirkungsvoller durchgeführt werden. Auch die Kostensenkung war von nicht geringer Bedeutung.[215]

Der Standort, den man für das I.G.-Konzentrationslager wählte, hieß Monowitz. Der Betrieb dieser Einrichtung wurde aufgeteilt zwischen I.G. und SS. Die I.G. war für Unterbringung, Verpflegung und Gesunderhaltung der Häftlinge verantwortlich, die SS übernahm Bewachung, Bestrafung und Nachschub der Häftlinge. Monowitz wurde im Sommer 1942 fertiggestellt. Obwohl es der I.G. gehörte, besaß es alle Einrichtungen eines typischen Nazi-Konzentrationslagers:
Wachtürme mit Scheinwerfern, Sirenen, Maschinengewehren, bewaffneten Wachen und scharfen Wachhunden. Das gesamte Lager war mit Stacheldraht umzogen. Man hatte einen Galgen errichtet, an dem oft ein oder zwei Tote hingen, um den Lagerinsassen ein abschreckendes Beispiel zu geben. Über dem Eingang hatte man das Auschwitz-Motto 'Arbeit macht frei' angebracht.[216]
Der Komplex in Auschwitz bestand jetzt genaugenommen aus vier Teilen:
| Auschwitz I | das eigentliche Konzentrationslager mit hunderttausenden von Häftlingen |
| Auschwitz II | das Vernichtungslager und die Krematorien in Birkenau |
| Auschwitz III | die Anlagen der I.G. |
| Auschwitz IV | das I.G.-eigene Konzentrationslager in Monowitz[217] |

Vom Augenblick der Entladung der Züge in Monowitz lebten diejenigen, die nicht sofort in die Gaskammer geschickt wurden, in der Angst vor dem Vernichtungslager in Birkenau[218]. Als die Bauarbeiten immer mehr hinter dem Zeitplan zurückblieben, beschwerte sich die I.G. mehrmals über die schlechte Verfassung der Häftlinge, die zur Arbeit zur I.G. Auschwitz geschickt wurden, und machte dies für den schlechten Fortgang der Bauarbeiten verantwortlich. Wie die SS auf diese Beschwerden reagierte, beschrieb ein Augenzeuge: "Der für die Arbeitszuteilung verantwortliche Offizier von Auschwitz ging nach Monowitz, stellte sich am frühen Morgen neben den Toren auf und beobachtete die Gruppen, die in Fünferreihen zur Arbeit anmarschierten. Wer für zu schwach gehalten wurde, den sonderte man aus und schickte ihn sofort in die Gaskammer."[219] Für Tausende von Gefangenen war Monowitz daher nur Zwischenstation auf dem Weg nach Birkenau und der Vergasung.[220]
Die Zustände in Monowitz führten unweigerlich zu einer hohen Krankheitsrate.[221] Die Krankenreviere der I.G. genügten noch nicht einmal den Anforderungen der SS. Den Vorschlag der SS, eine Erweiterung durchzuführen, lehnte die I.G. unter Hinweis auf die Kosten ab.[222] Wenn jemand krank wurde und nach vierzehn Tagen nicht wieder arbeitsfähig war, wurde er als unheilbar eingestuft. Auf seiner Karte in der Kartei in den Archiven der I.G. fand sich dann der Vermerk: "nach Birkenau".[223]
Der Hunger war Dauergast in Auschwitz. Die Nahrung, die die Häftlinge der I.G. Auschwitz bekamen - dazu gehörte auch die berüchtigte 'Buna-Suppe', die die anderen Häftlinge nicht erhielten - führte zu einem durchschnittlichen Gewichtsverlust von sechs bis neun Pfund pro Woche. Nach zwei Monaten bestanden die Häftlinge nur noch aus Haut und Knochen, nach drei Monaten waren sie entweder tot oder arbeitsunfähig und wurden "nach Birkenau entlassen".[224]
Die Unterkünfte der Häftlinge bestanden aus drei Reihen hölzerner Hütten. Jeder Schlafplatz war mit drei Personen belegt, obwohl er nicht einmal genügend Platz für eine Person bot. Ein Augenzeuge berichtete: "Es war praktisch unmöglich zu schlafen, wenn sich ein Mann hinlegen wollte, mußten die anderen beiden entweder sitzen oder auf ihm liegen."[225] "Tische und Stühle gab es kaum. Die sanitären Verhältnisse waren menschenunwürdig. Im Sommer herrschte unerträgliche Hitze, und im Winter gab es keine Heizung."[226]
Bei Verstößen gegen die Lagerordnung wandte sich die I.G. schriftlich an die SS mit der Bitte um Bestrafung. Die Reaktion der SS reichte von Entzug der Nahrung über Prügeln mit Stock oder Peitsche bis Erhängen oder 'Selektion' in der Gaskammer.[227]

Um ihren Zeitplan einzuhalten, zwang die I.G. die Häftlinge zu einem mörderischen Arbeitstempo.[228] Die Werkspolizei der I.G., die Vorarbeiter und Kapos drohten und schlugen fortwährend, wenn die Gefangenen nicht die Marschregeln der SS, z. B. im Schnellschritt schwere Lasten auf den Schultern zu tragen, einhielten. Die Gefangenen wurden regelrecht zu Tode gearbeitet.[229] [230]
I.G.-Vorstandsmitglied Fritz ter Meer, der das Werk in Auschwitz zweimal persönlich aufgesucht hatte, um Verhandlungen mit seinen Untergebenen zu führen, kannte die Verhältnisse in Monowitz. Er sagte in den Nürnberger Prozessen aus, daß den KZ-Häftlingen durch die I.G. "kein besonderes Leid zugefügt wurde, da man sie ohnedies getötet hätte."[231]


"Der Bau von I.G. Auschwitz sicherte der I.G. einen einmaligen Platz in der Wirtschaftsgeschichte. Durch Übernahme der Nazimethoden konnte sie sich von den Gesetzen der traditionellen Sklavenwirtschaft lösen, wo Sklaven wie ein Investitionsgut behandelt wurden, um durch Pflege eine möglichst hohe Arbeitsleistung im Verlauf eines normalen Lebens zu erzielen. (...) Wenn alle verwendbare Energie aus den Häftlinge herausgepreßt war, wurden sie nach Birkenau transportiert, wo die SS sie für das Recycling in die deutsche Kriegswirtschaft aufbereitete: Goldzähne für die Reichsbank, Haare für die Matratzenherstellung und Fett zur Seifenbereitung. Selbst die Klagerufe der Verurteilten wurden noch benutzt, um die verbliebenen Häftlinge zu größeren Arbeitsanstrengungen zu treiben."[234]
Nach der Fertigstellung der I.G. Auschwitz-Werke verbrauchten die Anlagen mehr Elektrizität als ganz Berlin. Unter dem Strich aber stellte sich die I.G.Auschwitz als totaler Mißerfolg heraus. Trotz der Investition von letztlich 900 Millionen Reichsmark und dem Lebensopfer von Tausenden wurde nur eine kleine Menge Öl und überhaupt kein Buna produziert[235].
Wesentlich erfolgreicher als der Betrieb der Buna- und Ölsyntheseanlagen verlief dagegen der Verkauf des Insektizids 'Zyklon B' (mit einem Stabilisator versetzte, in Kieselgur gebundene Blausäure[236]); die 'Deutsche Gesellschaft für Schädlingsbekämpfung', kurz 'Degesch', besaß die Monopolrechte zu dessen Herstellung. Die Firma, die sich als Verkaufsgesellschaft der I.G. bezeichnete, gehörte zu 42,5% der I.G., zu weiteren 42,5% der Degussa (von der die I.G. ein Drittel der Anteile hielt) und zu 15% dem Theo-Goldschmidt-Konzern.[237] Die I.G. stellte fünf der elf Aufsichtsräte[238].
Am 25.Oktober 1941 wurde in den Gaskammern von Birkenau ein neues Giftgas mit dem Namen Zyklon B an einer Testgruppe von achthundert russischen Kriegsgefangenen zum erstenmal ausprobiert.[239]

Rudolf Höß, der Lagerkommandant von Auschwitz, hatte im Juni 1941 von Himmler den Auftrag erhalten, die Vernichtung der Juden in Auschwitz einzuleiten. Als er merkte, daß das zunächst benutzte Kohlenmonoxid in den Gaskammern nicht schnell genug wirkte, kaufte er bei Degesch regelmäßig größere Mengen Zyklon B.[240]
Zyklon B als Schädlingsbekämpfungsmittel mußte, gesetzlich verordnet, einen Geruchsstoff enthalten, der die Menschen vor dem Gas warnte. Als die SS Zyklon B ohne Duftstoff geliefert bekommen wollte, "wollte die Geschäftsleitung der Degesch zunächst nicht mitziehen, allerdings nicht aus moralischen Gründen. (...) Das Zyklon-B-Patent war schon lange abgelaufen und die Degesch hielt ihr Monopol nur noch durch ein Patent auf den Warngeruch. (...) Die SS fackelte nicht lange, und die Firma entfernte den Warngeruch."[241]
An Hand eines simplen, aber makabren Rechenvorganges über 'Menschenleben' glaubte Rudolf Höß, "daß mindestens 10.000 Büchsen, das heißt 10.000 Kilo im Verlauf von 3 Jahren von ihr (Degesch) geliefert wurden", was der Zahl von "2,1 Millionen vergaster Menschen und (dem) Verbrauch von durchschnittlich 6 Büchsen für 1.500 Menschen" entspricht.[242]
Als im Rahmen der Endlösung immer mehr Juden auf die Tötungslisten der SS kamen, erreichten die Profite der Degesch einen Höhepunkt. In den Jahren von 1942 bis 1944 erzielte die I.G. aus ihren Einlagen bei der Degesch den doppelten Dividendenertrag der Jahre 1940/41.[243]
[183] Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030); S.28-29.
[184] Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030); S.104.
[185] Schneckenburger, Arthur: Die Geschichte des I.G. Farben-Konzerns; Bedeutung und Rolle eines Großunternehmens – Pahl-Rugenstein: Köln 1988; ISBN 3-7609-5242-9; S.104-105.
[186] Trials of War Criminals before the Nürnberg Military Tribunals, under Control Council No.10, US-Government-Printing-Office, 1953, VIII, S.330-331. aus: Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030) &mdash Dokument aus dem Amerikanischen Nationalarchiv (National Archives Collection, Word War II Crimes Records) No. 11781. Brief des Wirtschaftsministeriums an die I.G. Farben vom 8. November 1940.
[187] Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030); S.108.
[188] Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030); S.108.
[189] Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030); S.108.
[190] Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030); S.109.
[191] Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030); S.109.
[192] Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030); S.109 — Trials of War Criminals before the Nürnberg Military Tribunals, under Control Council No.10, US-Government-Printing-Office, 1953, VIII, S.336-338. aus: Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030) — Dokument aus dem Amerikanischen Nationalarchiv (National Archives Collection, Word War II Crimes Records) No. 11784. Bericht über eine Konferenz zwischen den Vertretern der I.G. Farben und der Schlesien-Benzin-Gesellschaft am 18.Januar 1941.
[193] Schneckenburger, Arthur: Die Geschichte des I.G. Farben-Konzerns; Bedeutung und Rolle eines Großunternehmens – Pahl-Rugenstein: Köln 1988; ISBN 3-7609-5242-9; S.105f.
[194] vgl. Jürgen Schultheis: "November 1940, ein Tischgespräch im Familienkreis", Frankfurter Rundschau, 02.11.1993. Im Artikel wird der Zeitzeuge Hans Deichmann (Beauftragter des Generalbevollmächtigten für Sonderfragen der Chemischen Erzeugung) zitiert: Fritz ter Meer und Georg von Schnitzler hätten sich unterhalten, "wo denn das neue Buna-Werk zweckmäßigerweise hin solle". (...) "Dabei kamen sie zum Schluss, der richtige Platz sei Auschwitz, weil da das Konzentrationslager sei und man mit einer gewissen Anzahl von Arbeitern immer rechnen könne."
[195]Schneckenburger, Arthur: Die Geschichte des I.G. Farben-Konzerns; Bedeutung und Rolle eines Großunternehmens – Pahl-Rugenstein: Köln 1988; ISBN 3-7609-5242-9; S.105.
[196] Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030); S.109.
[197] Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030); S.109.
[198] Trials of War Criminals before the Nürnberg Military Tribunals, under Control Council No.10, US-Government-Printing-Office, 1953, VIII, S.354-355. aus: Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030) — Dokument aus dem Amerikanischen Nationalarchiv (National Archives Collection, Word War II Crimes Records) No. 1240. Brief von Göring an Himmler vom 18.Februar 1941.
[199] Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030); S.110.
[200] Trials of War Criminals before the Nürnberg Military Tribunals, under Control Council No.10, US-Government-Printing-Office, 1953, VIII, S.356-357. aus: Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030) — Dokument aus dem Amerikanischen Nationalarchiv (National Archives Collection, Word War II Crimes Records) No. 11086. Brief von Krauch an Ambros, unterzeichnet von Wirth, 4.März 1941.
[201] Kogon, Eugen: Der SS-Staat; Das System der deutschen Konzentrationslager – Karl Alber Verlag: München 1946 (oder spätere Auflagen); S.357-358. Kalkulation des SS über den Verleih von KZ-Häftlingen an die Industrie.
[202] Trials of War Criminals before the Nürnberg Military Tribunals, under Control Council No.10, US-Government-Printing-Office, 1953, VIII, S.354-355. aus: Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030) — Dokument aus dem Amerikanischen Nationalarchiv (National Archives Collection, Word War II Crimes Records) No. 1240.
[203] Zitat Pierre Arditi, Häftling in Auschwitz, später Monowitz aus "Konzentrationslager Dokument F321...", S.89.
[204] vgl. "Konzentrationslager Dokument F321..."S.50ff, Augenzeugenberichte ehemaliger KZ-Häftlinge über die Verwaltung und Lagerordnung
[205] Trials of War Criminals before the Nürnberg Military Tribunals, under Control Council No.10, US-Government-Printing-Office, 1953, VIII, S.373-376. aus: Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030) — Dokument aus dem Amerikanischen Nationalarchiv (National Archives Collection, Word War II Crimes Records) No. 15148. Bericht über eine Konferenz zwischen Vertretern der I.G. und der Lagerleitung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. März 1941, S.374.
[206] Dokument aus dem Amerikanischen Nationalarchiv (National Archives Collection, Word War II Crimes Records) No. 034. S.4. aus: Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030). beeidigte Erklärung des Rudolf Franz Ferdinand Höß.
[207] aus einem Schreiben von Otto Ambros an die Frankfurter I.G.-Zentrale vom 12.April 1941. zitiert Schneckenburger, Arthur: Die Geschichte des I.G. Farben-Konzerns; Bedeutung und Rolle eines Großunternehmens – Pahl-Rugenstein: Köln 1988; ISBN 3-7609-5242-9; S.107.
[208] Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030); S.111.
[209] vgl. "Konzentrationslager Dokument F321..."S.78ff, Augenzeugenberichte ehemaliger KZ-Häftlinge über Strafen und Foltern
[210] Trials of War Criminals before the Nürnberg Military Tribunals, under Control Council No.10, US-Government-Printing-Office, 1953, VIII, S.392-393. aus: Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030) — Dokument aus dem Amerikanischen Nationalarchiv (National Archives Collection, Word War II Crimes Records) No. 14543. Auszug aus dem Wochenbericht der I.G.Auschwitz für die Zeit vom 3.-9.August 1941.
[211] Trials of War Criminals before the Nürnberg Military Tribunals, under Control Council No.10, US-Government-Printing-Office, 1953, VIII, S.404-405. aus: Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030) — Dokument aus dem Amerikanischen Nationalarchiv (National Archives Collection, Word War II Crimes Records) No. 14556. Auszug aus dem Wochenbericht der I.G.Auschwitz für die Zeit vom 15.-21.Dezember 1941, S.405. — DuBois, Josiah: Generals in grey suits – The Bodley Head: London 1953; S.208.
[212] Trials of War Criminals before the Nürnberg Military Tribunals, under Control Council No.10, US-Government-Printing-Office, 1953, VIII, S.425. aus: Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030) — Dokument aus dem Amerikanischen Nationalarchiv (National Archives Collection, Word War II Crimes Records) No. 15256. Auszüge aus dem Wochenbericht der I.G.Auschwitz für die Zeit vom 9.-15.März 1942.
[213] Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030); S.112.
[214] Trials of War Criminals before the Nürnberg Military Tribunals, under Control Council No.10, US-Government-Printing-Office, 1953, VII, S.197. aus: Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030).
[215]Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030); S.113.
[216]Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030); S.113.
[217]Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030); S.113.
[218]Französisches Büro des Informationsdienstes für Kriegsverbrechen: Konzentrationslager Dokument F321 für den Internationalen Gerichtshof Nürnberg – Zweitausendeins: Frankfurt/Main, 1. Auflage 1978/2. Aufl. 1991; S. 196 (Originaltitel: Camps de Concentration. Crimes contre la Personne Humaine; Office Francais d'Édition, Paris 1945), Augenzeugenberichte ehemaliger KZ-Häftlinge über die Selektion bei der Ankunft im Lager.
[219] Dokument aus dem Amerikanischen Nationalarchiv (National Archives Collection, Word War II Crimes Records) No. 7967. S.2. aus: Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030). beeidigte Erklärung des Ervin Schulhof vom 21. Juni 1947.
[220] Zitat: "In Wirklichkeit waren wir alle zum Tode verurteilt, lediglich das Interesse der Deutschen an unserer Arbeit gab uns einen Aufschub. Uns alle erwartete eines Tages tödliche Erschöpfung oder Ersticken im Waggon oder die Gaskammer oder irgendein anderes Vernichtungsverfahren" (aus: Französisches Büro des Informationsdienstes für Kriegsverbrechen: Konzentrationslager Dokument F321 für den Internationalen Gerichtshof Nürnberg – Zweitausendeins: Frankfurt/Main, 1. Auflage 1978/2. Aufl. 1991., S. 104. (Originaltitel: Camps de Concentration. Crimes contre la Personne Humaine; Office Francais d'Édition, Paris 1945), Augenzeugenberichte ehemaliger KZ-Häftlinge)
[221] vergl. Französisches Büro des Informationsdienstes für Kriegsverbrechen: Konzentrationslager Dokument F321 für den Internationalen Gerichtshof Nürnberg – Zweitausendeins: Frankfurt/Main, 1. Auflage 1978/2. Aufl. 1991., S. 111ff. (Originaltitel: Camps de Concentration. Crimes contre la Personne Humaine; Office Francais d'Édition, Paris 1945), Augenzeugenberichte ehemaliger KZ-Häftlinge über die sanitären Verhältnisse.
[222]Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030); S.114.
[223] Trials of War Criminals before the Nürnberg Military Tribunals, under Control Council No.10, US-Government-Printing-Office, 1953, VII, S.199. — vergl. Französisches Büro des Informationsdienstes für Kriegsverbrechen: Konzentrationslager Dokument F321 für den Internationalen Gerichtshof Nürnberg – Zweitausendeins: Frankfurt/Main, 1. Auflage 1978/2. Aufl. 1991. (Originaltitel: Camps de Concentration. Crimes contre la Personne Humaine; Office Francais d'Édition, Paris 1945), S. 185ff, Augenzeugenberichte ehemaliger KZ-Häftlinge über die Selektion im Lager.
[224] Trials of War Criminals before the Nürnberg Military Tribunals, under Control Council No.10, US-Government-Printing-Office, 1953, Prozessvorbereitungen, Teil III, S.97. — Dokument aus dem Amerikanischen Nationalarchiv (National Archives Collection, Word War II Crimes Records) No. 4830, beeidigte Erklärung von Vitek über die Ernährung in Auschwitz. — Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030); S.117.
[225] Trials of War Criminals before the Nürnberg Military Tribunals, under Control Council No.10, US-Government-Printing-Office, 1953, VIII, S.603-616. — Dokument aus dem Amerikanischen Nationalarchiv (National Archives Collection, Word War II Crimes Records) No. 11696, S.604, beeidigte Erklärung und Aussage des Charles J. Coward vom 24.Juli 1947.
[226] Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030); S.117.
[227] Dokument aus dem Amerikanischen Nationalarchiv (National Archives Collection, Word War II Crimes Records) No. 11003-11017, 11019, 11027, 11029, 11031-11033: typische Berichte der SS über Bestrafungen von Häftlingen. aus: Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030).
[228] Dokument aus dem Amerikanischen Nationalarchiv (National Archives Collection, Word War II Crimes Records) No. 7967. S.1: beeidigte Erklärung des Ervin Schulhof vom 21.Juni 1947. aus: Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030).
[229] Dokument aus dem Amerikanischen Nationalarchiv (National Archives Collection, Word War II Crimes Records) No. 5847. S.2: beeidigte Erklärung des Berthold Epstein vom 3.März 1947. aus: Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030).
[230] Französisches Büro des Informationsdienstes für Kriegsverbrechen: Konzentrationslager Dokument F321 für den Internationalen Gerichtshof Nürnberg – Zweitausendeins: Frankfurt/Main, 1. Auflage 1978/2. Aufl. 1991. (Originaltitel: Camps de Concentration. Crimes contre la Personne Humaine; Office Francais d'Édition, Paris 1945), S.88ff: Augenzeugenberichte ehemaliger KZ-Häftlinge.
[231] Dokument aus dem Amerikanischen Nationalarchiv (National Archives Collection, Word War II Crimes Records) No. 11112. — Trials of War Criminals before the Nürnberg Military Tribunals, under Control Council No.10, US-Government-Printing-Office, 1952, VIII, S.346. aus: Köhler, Otto: ... und heute die ganze Welt; Die Geschichte der I.G. Farben und ihrer Väter – Rasch und Röhrig Verlag: Hamburg, Zürich 1986; ISBN 3-89438-010-1; S.301.
[232] Trials of War Criminals before the Nürnberg Military Tribunals, under Control Council No.10, US-Government-Printing-Office, 1953, VIII, S.532-535. — Dokument aus dem Amerikanischen Nationalarchiv (National Archives Collection, Word War II Crimes Records) No. 10040: Brief von Krauch an Himmler vom 27.Juli 1943.
[233] Trials of War Criminals before the Nürnberg Military Tribunals, under Control Council No.10, US-Government-Printing-Office, 1953, VIII, S.558-559. — Dokument aus dem Amerikanischen Nationalarchiv (National Archives Collection, Word War II Crimes Records) No. 13512, S.558: Aktennotiz von Ritter und Dürrfeld vom 3.Februar 1944.
[234] Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030); S.118.
[235] Trials of War Criminals before the Nürnberg Military Tribunals, under Control Council No.10, US-Government-Printing-Office, 1953, IV, S.54: Prosecutions Final Brief.
[236] Weinmann, Martin: Das Nationalsozialistische Lagersystem (CCP) – Zweitausendeins: Frankfurt/Main 2. Auflage 1990, S. 88. — Französisches Büro des Informationsdienstes für Kriegsverbrechen: Konzentrationslager Dokument F321 für den Internationalen Gerichtshof Nürnberg – Zweitausendeins: Frankfurt/Main, 1. Auflage 1978/2. Aufl. 1991. (Originaltitel: Camps de Concentration. Crimes contre la Personne Humaine; Office Francais d'Édition, Paris 1945), S. 200-201: Augenzeugenberichte ehemaliger KZ-Häftlinge über Vergasung und Verbrennung.
[237] Trials of War Criminals before the Nürnberg Military Tribunals, under Control Council No.10, US-Government-Printing-Office, 1953, III, S.35: Prozessvorbereitung. — Dokument aus dem Amerikanischen Nationalarchiv (National Archives Collection, Word War II Crimes Records) No. 9098, 9150, 12073, 6393, 9540 (IG-"Liste der Beteiligungen").
[238] Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030); S.114.
[239] Französisches Büro des Informationsdienstes für Kriegsverbrechen: Konzentrationslager Dokument F321 für den Internationalen Gerichtshof Nürnberg – Zweitausendeins: Frankfurt/Main, 1. Auflage 1978/2. Aufl. 1991. (Originaltitel: Camps de Concentration. Crimes contre la Personne Humaine; Office Francais d'Édition, Paris 1945), S. 184: Augenzeugenberichte ehemaliger KZ-Häftlinge.
[240] Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030); S.114-115. — Schneckenburger, Arthur: Die Geschichte des I.G. Farben-Konzerns; Bedeutung und Rolle eines Großunternehmens – Pahl-Rugenstein: Köln 1988; ISBN 3-7609-5242-9; S.109.
[241] Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030); S.115.
[242] Dokument aus dem Amerikanischen Nationalarchiv (National Archives Collection, Word War II Crimes Records) No. 034. hier zitiert nach: Schneckenburger, Arthur: Die Geschichte des I.G. Farben-Konzerns; Bedeutung und Rolle eines Großunternehmens – Pahl-Rugenstein: Köln 1988; ISBN 3-7609-5242-9; S.109.
[243] Borkin, Joseph: Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich – Campus Verlag: Frankfurt/Main, New York 1979, 1990 (Bd. 1030); S.115.