Was ist die BuFaTa?

Die Bundesfachtagung aller Chemiefachschaften und Fachschaftsinitiativen (kurz BuFaTa) ist eine freiwillige Zusammenkunft von Studierenden der Chemie und chemienaher Fächer im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz).

Ziel der Tagung ist der Austausch und die Positionierung zu Themen und Entwicklungen in der Gesellschaft und Politik im Bezug auf das Studium der Chemie. Weiterhin ist diese Tagung auch ein Ort, an dem Fachschaften ihre Probleme vortragen können, um im Austausch mit anderen Fachschaften neue Lösungen zu entwickeln.

Rahmenbedingungen

Die Unterkunft:

Die Tagungen werden mit studentischen Geldern finanziert. Daher gibt es nur in seltenen Fällen Betten und Jugendherbergen, sondern in der Regel wird die Nacht mit Luftmatratze und Schlafsack (selber mitbringen!) verbracht. Das ist vielleicht nicht jedermanns Sache, verleiht dem ganzen aber eine ganz besondere Atmosphäre und stärkt ganz deutlich den Zusammenhalt in der Gruppe. Um allen Interessierten die Teilnahme zu ermöglichen, finden sich aber immer auch Lösungen für individuelle Bedürfnisse.

Die Verpflegung:

Auch die Verpflegung wird studentisch organisiert. Ihr könnt euch vorstellen, wie viel Arbeit es ist, für 40-80 Personen zu kochen. Seid daher nicht sauer, wenn es mit dem Essen mal ein paar Minuten länger dauert, und greift den OrganisatorInnen zwischendurch mal bei Kleinigkeiten unter die Arme. Auf Lebensmittelunverträglichkeiten oder sonstige Bedürftnisse (vegetarisch, vegan, etc.) wird selbstverständlich geachtet.

Arbeit

Das Plenum:

Zentrales „Organ“ der Tagung ist das Plenum. Hier sitzen alle TeilnehmerInnen zusammen, diskutieren das Programm der kommenden Tage, tauschen sich über Zwischenstände aus den Arbeitskreisen aus, berichten über Neuigkeiten seit der letzten Tagung und verabschieden die erarbeiteten Papiere.

Hier gilt so wie überall auf der Tagung: Einfach mitmachen und auch melden, falls etwas unverständlich ist. Besonders die „Altnasen“, die schon oft dabei waren, vergessen in ihrem Überschwang schon einmal das ein oder andere Thema für Neulinge hinreichend genau zu erläutern. Als kleine Hilfe findet ihr im Anhang ein kleines Abkürzungsverzeichnis. Aber scheut euch bitte nicht, immer wieder dazwischen zu rufen, um euch Zusammenhänge erläutern zu lassen. Die „Bringschuld“ liegt nicht bei euch, euch vorher in alles einzulesen, sondern bei den routinierteren TeilnehmerInnen, euch ordentlich einzubinden.

Das Plenum wird von einer Redeleitung moderiert. Für Diskussionen gibt es in der Regel RednerInnenlisten. Macht euch am besten zwischendurch Notizen, was ihr zur Diskussion beitragen wollt, da es manchmal einige Minuten dauern kann bis man dran kommt, und bis dahin vergisst man durch das Verfolgen der anderen Diskussionsbeiträge leicht einige Details.

Arbeitskreise:

Der Großteil der inhaltlichen Arbeit auf den Tagungen passiert in den Arbeitskreisen. Auf dem Plenum am ersten Tag werden Themen gesammelt, mit denen man sich beschäftigen möchte. Ihr könnt natürlich auch Themen vorschlagen und sucht euch dann ein Thema aus, an dem ich dann mitarbeitet. Häufig werden in solchen Arbeitskreisen auch Themen von vorherigen Tagungen wieder aufgegriffen und/oder weitergeführt.

Schaut euch zu Beginn der AK-Arbeit also am besten mal hier auf der BuFaTa-Webseite um, ob es zu diesem Thema schon was gibt, an das ihr anknüpfen könnt. Weiterhin zählt für die AK-Arbeit genau wie für das wissenschaftliche Arbeiten an Hochschulen zunächst eine gute Recherche, damit ihr eure Aussagen und Ergebnisse möglichst objektiv und klar begründen könnt.

Als Ergebnis kann auf so einer Tagung dann alles von internen AK-Papieren, die nicht direkt veröffentlicht werden, bis hin zu Stellungnahmen und Anfragen an die Regierung entstehen. Wenn Stellungnahmen oder ähnliche Materialien entstehen, werden diese detailliert im Plenum durchdiskutiert und in der Regel im Konsens verabschiedet, da sie hinterher an diverse Adressaten (z.B. Ministerien, KMK, HRK, etc.) versendet werden. Seid da also nicht enttäuscht, wenn euer Text hinterher etwas anders aussieht als ihr ihn geschrieben habt.

Schlussbemerkung:

Die BuFaTaChemie ist nicht nur eine hochschulpolitische Veranstaltung, bei der man sich über die Arbeit im „Tagesgeschäft“ von Fachschaften oder aktuelle gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen austauscht und positioniert, sondern sie dient auch zum Kennenlernen neuer Leute und zum Aufbau von überregionalen Kontakten und Kooperationsmöglichkeiten.

Vergesst also neben der Arbeit nicht den Spaß bei der Sache, setzt euch abends nochmal zusammen, nutzt die Gelegenheit, gemeinsam eine neue Stadt kennen zu lernen.

Denkt aber bitte daran, dann morgens wieder produktiv sein zu können. Und um ganz altklug zu enden: Samstag ist der anstrengendste Tag der ganzen Tagung, da dort den ganzen Tag inhaltlich gearbeitet wird und im Abendplenum bis spät in die Nacht die Ergebnisse vorgestellt und beschlossen werden. Teilt euch eure Kräfte also ein wenig ein.